Summary

Susanne Kriemann versammelt für die Ausstellung Objekte zwischen Urzeit und Zukunft, die in direkter Verbindung zum Körnerpark stehen. Highlight ist jener Mammutknochen aus der Eiszeit, der um 1900 in Franz Körners Kiesgrube gefunden wurde. Auch wird der Geigerfries des Neuköllner Bildhauers Moritz Geiger ausgestellt, ein Sample lichtreflektierender Blingcrete TM, ein Baumstumpf, der ehemals im Körnerpark wuchs und das Modell des Parkes. Durch ihre Zusammenstellung sind die Objekte ihrem jeweiligen Zeitkontinuum enthoben und werden zu individuellen Organismen, welche die Besucher mit Hilfe einer per Hand zu kurbelnden Lampe selber beleuchten.
Ich bin, varim, je suis Abendrot ist prozesshaft angelegt. Im Dialog mit Besuchern der Ausstellung werden in Ideen für eine zukunftsweisende Beleuchtung des Körnerparks entwickelt. Gemeinsam wird über Nachhaltigkeit, Eigenverantwortung und innovative Wege der Lichterzeugung nachgedacht. Zum Ende der Ausstellung, in der Nacht der Zeitumstellung vom 29. auf den 30. Oktober, werden die Forschungsergebnisse präsentiert und die Abenddämmerung bis zur Morgenröte ausgedehnt.
Das Ausstellungsdesign ist in Zusammenarbeit mit der Architektin Oxana Gourinovitch entstanden.
Kuratiert von Dorothee Bienert.

Datasheet

exhibition

light night in collaboration with Aleksander Komarov, Maxim Tyminko, Gry Noer Baggoien, Claus Hugo Nielsen, DJ Mechatok